Familie Hengsten

Oktober 2010

Neue Heimat für den Steinkauz

NABU Grefrath stellt neue Mitglieder vor

Eheleute Marianne (Jenny)  und Karl-Heinz Hengsten
Eheleute Marianne (Jenny) und Karl-Heinz Hengsten

 

Grefrath. Inmitten eines Landschaftsschutzgebietes am Ortsrand von Grefrath liegt das wunderschöne Grundstück von Marianne und Karl-Heinz Hengsten. Sie begrüßen den Besucher am Eingang, gemeinsam mit ihren drei Eurasiern, der schwarze Hündin Farah, dem Rüden Brumbo und der grauen Hündin Djuna.

 

Seit 30 Jahren wohnen sie in dem Gebiet Floethütte, umgeben von offenen Feldern, kleinen Waldgebieten und vereinzelten Häusern. Direkt hinter ihrem Grundstück liegt Weideland, auf dem ihre zwei Pferde grasen: der 30jährige Arkon, ein ehemaliges Rennpferd, das seit 23 Jahren bei ihnen lebt und Shakopee, der inzwischen 13 Jahre alt ist und bei ihnen auf die Welt kam. Arkon hat ihn aufgezogen und Mutterersatz gespielt, nachdem Shakopee’s Mutter drei Monate nach der Geburt an einer Kolik verstarb. Neben ihren eigenen Graupapagei und Barabandsittich sind ständige Gäste im großen Garten Meisen, Rotkehlchen, der Zaunkönig, Amseln, Buchfinken, eine große Spatzenschar sowie in der Nähe Richtung Niers Greifvögel, Reiher, Kiebitze und Eisvögel.

 

Ihr größter Stolz allerdings ist ein Steinkauz, der in diesem Jahr erstmalig in einer eigens gebauten Nisthilfe gebrütet hat. Jahrelang hatte er im Dachstuhl eines Nachbarhauses genistet. Als das jetzt modernisiert wurde, verlor er seine Heimat. Doch nicht lange. Marianne und Karl-Heinz Hengsten zögerten nicht und hängten kurzerhand eine selbstgebaute Bruthöhle in den prächtigen Walnussbaum. Mit Erfolg. Der Steinkauz nahm sie in kürzester Zeit in Beschlag. Demnächst werden die Eheleute Hengsten für ihn eine weitere Brutröhre aufhängen, die als Beutedepot oder Tageseinstand dienen soll.

 

 

Einziger Wermutstropfen in dieser Idylle ist die Schreckschussanlage des Gemüsebauern in der Nähe. Die Böller schrecken nicht nur die Tauben und Krähen auf dem Felde, sondern auch die im Garten brütenden Vögel, die Hunde, Pferde und die gesamten Anwohner auf. Da diese Schussanlagen in NRW – auch nicht in Landschaftsschutzgebieten – bisher verboten sind, suchen die Eheleute seit Jahren das moderate Gespräch mit dem Landwirt. „Neben unserem privaten Streben um den Schutz der Natur, wollen wir unser Engagement ausdehnen – und sind dazu in den NABU eingetreten“, erzählen Marianne und Karl-Heinz Hengsten bei einer Tasse Kaffee. Doch damit nicht genug: In der Zwischenzeit haben sie eine Totholzhecke zum Nachbargrundstück und einen Schmetterlings-Garten angelegt, in dem sich zahlreiche Falterarten wohlfühlen.

 

Bild und Text: Rolf Brandt

Mai 2013

 

Mittlerweile betreut Marianne -Jenny- Hengsten als Kräuterhexe

unseren Kräutergarten im Freilichtmuseum Dorenburg,

teilt mit uns ihre leckeren Rezepte und schreibt die Artikel in Kräutereien.

 

TURMFALKEN-WEBCAM

UNSER GRÜNES GREFRATH

POSTKARTEN

Erhältlich hier und in der Grefrather Buchhandlung

BILDER AUS GREFRATH


LEBENSRAUM KIRCHE

VOGEL DES JAHRES

NAJU GREFRATH

FACEBOOK

MACHEN SIE UNS STARK

NEWSLETTER


In unregelmäßigen Abständen erhalten Sie vom NABU Grefrath Information über aktuelle Themen und Projekte.

 

Sie können sich hier für den Newsletter anmelden:


SEITE DURCHSUCHEN


Hier können Sie unsere Seite nach Schlagwörtern durchsuchen