Streuobstwiese Floethütte

Dezember 2016

Biologische Vielfalt

im Landschaftsschutzgebiet Floethhütte

 Im Bild v.l.: Bianca Treffer, Jenny Hengsten, Rolf Brandt, Karoline Kremer (Leiterin der AG Obstwiesenschutz) mit ihren Mitarbeitern Uli und Markus
Im Bild v.l.: Bianca Treffer, Jenny Hengsten, Rolf Brandt, Karoline Kremer (Leiterin der AG Obstwiesenschutz) mit ihren Mitarbeitern Uli und Markus

Für die NABU-Gruppe ist der Gemeindeobstbongert auf dem ehemaligen Bolzplatz ein Leuchtturmprojekt, das direkt weitere Kreise zog, denn die NABU-Mitglieder Jenny und Karl-Heinz Hengsten schlossen sich an. Das Ehepaar hatte 2016 im Landschaftsschutzgebiet Floethhütte schon ihre ehemalige Pferdeweide samt Reitplatz in eine dreitausend m² große Blumenwiese verwandelt und als „Bunte Meter für den Stieglitz“ beim NABU-Bundesverband gemeldet. Im Frühjahr 2017 folgte jetzt eine Streuobstwiese. Genau wie beim Gemeindeobstbongert übernahmen Karoline Cremer und ihr Team von der AG Obstwiesenschutz beim NABU Krefeld-Viersen die Pflanzung, die auch in diesem Fall über Mittel aus dem Europäischen Förderprogramm ElER finanziert wird. 28 alte Obstbaumsorten fanden hier ihren Platz, neben verschiedenen Apfel- und Birnenbäumen auch Zwetschen, Kirschen

 

und je eine Apfelquitte, Mispel und Walnuss.

 

Zusätzlich sind noch 110 heimische Heckengehölze angepflanzt worden, die kostenlos vom Landschaftsverband bereit gestellt wurden. Der LVR widmet kulturlandschaftsprägenden Gehölzbeständen wie Hecken, Alleen, Baumreihen und Einzelbäumen an markanten Stellen besondere Aufmerksamkeit und möchte deren Erhaltung durch eine gezielte Bereitstellung von Pflanzgut sichern und ergänzen. „Im Prinzip kann sich jeder, der eine ausreichend große Freifläche zur Verfügung stellt, bei uns melden. Wir wissen, wo Fördermittel abgerufen werden können und helfen Antragsverfahren in Gang zu bringen, damit unser Grefrath noch grüner wird“, sagt Rolf Brandt, der Leiter der NABU-Gruppe Grefrath.

Text: Bianca Treffer

 

Der LVR fördert aufgrund eines Beschlusses des Landschaftsausschusses Maßnahmen zur Erhaltung und Wiederherstellung kulturhistorisch begründeter Landschaftsbilder durch die Bereitstellung von Pflanzgut.

 

Hintergrund der Förderung

 

Ein wesentliches Element unserer Kulturlandschaft ist das enge Nebeneinander von landwirtschaftlich geprägter und genutzter, z. T. technisch überformter Kulturlandschaft mit historisch gewachsenen Elementen. Die zahlreichen alten Ortskerne, Dörfer und Weiler sowie Schloss- und Burganlagen innerhalb der agrarisch genutzten Kulturlandschaft bestimmen mit ihren charakteristischen Gehölzbeständen wie Hausbäumen, Baumreihen und -gruppen, Alleen, Obstwiesen oder Hecken das Landschaftsbild am Niederrhein ebenso wie im Bergischen Land und in der Eifel, aber auch in der Börde und im Umfeld unserer großen Städte.

 

Diesen kulturlandschaftsprägenden Gehölzbeständen widmet der Landschaftsverband besondere Aufmerksamkeit und möchte deren Erhaltung durch eine gezielte Bereitstellung von Pflanzgut sichern und ergänzen.

 

Für die Streuobstwiese Floethütte sind vom LVR kostenlos bereitgestellt worden:

  • 16 Kornelkirschen
  • 15 Rote Hartriegel
  • 16 Hasel
  • 15 Weißdorn
  • 16 Schlehen/Schwarzdorn
  • 16 Faulbäume
  • 16 Wildrosen

 

06. März 2017

Projekt „Unser grünes Grefrath“ 2016:

Streuobstwiese Floethütte

 

Im Landschaftsschutzgebiet Floethütte entsteht auf dem Privatgelände von Familie Hengsten eine neue Streuobstwiese.

 

Nachdem Familie Hengsten im Herbst letzten Jahres ihre private Pferdehaltung aufgegeben hatte, stellte sich die Frage, wie das vorhandene Weideland und der angrenzende Reitplatz zukünftig genutzt werden könnten.

Jenny und Karl-Heinz Hengsten mussten jedoch nicht lange überlegen. Beide sind selbst aktiv mit der NABU-Gruppe Grefrath im Naturschutz tätig, und es stand schnell fest, dass sich die Fläche hervorragend eignen würde, um etwas für den Erhalt der Artenvielfalt zu tun. Die Idee reifte, einen schon länger gehegten Wusch zu realisieren und dort eine Streuobstwiese anzulegen.

 

Gemeinsam mit Rolf Brandt, dem Leiter der NABU-Gruppe Grefrath wurde erörtert, wie das Projekt umgesetzt werden könnte. Schließlich wurden Anträge auf Fördermittel gestellt, die zur großen Freude der Beteiligten auch bewilligt wurden.

Die vorbereitende Bearbeitung des Geländes konnte somit beginnen. Bei diesen Arbeiten wurde Familie Hengsten von mit ihnen befreundeten Landwirten tatkräftig unterstützt, denn die Flächen mussten aufgebrochen, bearbeitet und gegrubbert werden. Nachdem dies getan war, säte Jenny Hengsten, die man in Grefrath auch als NABU- und Museumskräuterhexe kennt, auf der etwa 3000 qm umfassenden Fläche Wildblumen ein. So wurde ein Brachliegen der Fläche bis zur Obstbaumpflanzung im Spätherbst verhindert und es entstand im Sommer ein Blütenmeer aus heimischen Wild- und Heilpflanzen. Damit konnte die zukünftige Streuobstwiese schon vorab mit vielen blühenden Metern dem Schutz der Artenvielfalt dienen, indem sie Insekten, Vögeln und Kleintieren Schutz und Nahrung bot.

 

Im nächsten Schritt werden nun ca. 30 Obstbäume alter Sorten gepflanzt, die durch EU- Fördermittel finanziert werden.

Abschließend wird die Fläche eine Einfriedung mit einer Gehölzhecke aus 110 heimischen Gehölzen erhalten. Das Pflanzgut hierzu stellt der LVR kostenlos im Rahmen seines Programmes „zur Erhaltung und Wiederherstellung kulturhistorisch begründeter Landschaftsbilder“ bereit.

 

Infos www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/aktionen-und-projekte/vogel-des-jahres/stieglitz/buntemeter

 

Text: Jenny Hengsten

 

 

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