Gemeinde-Obstbongert

13. Januar 2017

von Bianca Treffer

Unser grünes Grefrath

Gemeindeobstbongert in Oedt

Im Bild v.r.: Karoline Cremer, AG Obstwiesenschutz NABU Krefeld/Viersen, vom Heimatverein Oedt der 1. Vorsitzende Karl A. Willmen und der Schriftführer und auch NABU-Mitglied Godber Werner, Karin Ites und Jenny Hengsten vom NABU Grefrath, Andreas Budde, Bau- und Planungsdezernent Kreis Viersen, Bürgermeister Manfred Lommetz, vom NABU Grefrath Rolf Brandt und Uli von der AG Obstwiesenschutz

 

Das Jahr 2016 war für die NABU-Gruppe Grefrath von Erfolgen gekrönt. Der Gemeindeobstbongert nahm Gestalt an, ein zweiter Obstbongert entstand auf einem Privatgelände und ein Amphibientunnel wurde realisiert. Damit konnten drei herausragende Projekte noch zum Jahresende umgesetzt werden.

 

Gemeindeobstbongert in Oedt

 

„Wir möchten die rheinische Kulturlandschaft mit ihrer Vielfalt, die sie bietet, erhalten“ der Wunsch der Grefrather NABU-Gruppe ist im vergangenen Jahr kein Traum geblieben, sondern wurde ein stückweit Realität. Wobei es sich um ein großes Stück handelte, denn es kamen gleich mehrere Projekte zum Tragen. Unter dem Titel „Unser grünes Grefrath“ gelang es der Ortsgruppe ein weiteres Stück Natur auszubauen. Auf dem gemeindeeigenen ehemaligen Bolzplatz im Bereich der Mühlengasse/Steinfunder Straße in Oedt entstand in direkter Nachbarschaft zu dem von der Gemeinde gepachtetem NABU-Naturerlebnisgarten ein Gemeindeobstbongert. 27 alte Obstbaumsorten wie „Rote Sternrenette“, „Rheinische Schafsnase“ , „Gellerts Butterbirne“ und viele andere mehr wurden fachgerecht angepflanzt.

 

23. Dezember 2016

Die Knorpelkirsche gibt sich die Ehre

Von Willi Schöfer

Im Bild v.l.: Andreas Budde, Bau-und Planungsdezernent Kreis Viersen, Bürgermeister Manfred Lommetz, Jenny Hengsten und Karin Ites, NABU Grefrath, vom Heimatverein Oedt der 1. Vorsitzende Karl A. Willmen und der Schriftführer und auch NABU-Mitglied Godber Werner, vorne Uli in Aktion, Rolf Brandt, NABU Grefrath und Karoline Cremer, AG Obstwiesenschutz NABU Krefeld/Viersen,
Foto: NABU Grefrath
Gemeinde Grefrath. In Oedt sind neue Obstbäume gepflanzt worden. Grefrath soll noch grüner werden, sagt der Nabu-Vorsitzende Rolf Brandt. Auch Bürgermeister Manfred Lommetz legte Hand an. 

Sogar die "Rheinische Schafsnase", die Goldrenette vom Freiherrn von Berlepsch oder "Büttners Rote Knorpelkirsche" hat so langsam begonnen, sich in Oedt heimisch zu fühlen. So heißen nämlich nur einige von nahezu 60 Obstbäumen, die in diesen Tagen neben der Grundschule und in der Floethütte gepflanzt werden. Es sollen dort zwei Obstbongerte entstehen. "Wir sind dabei, Grefrath noch grüner zu machen", freut sich natürlich der Chef der Nabu-Ortsgruppe Grefrath, Rolf Brandt, darüber.

 

Weiterlesen: http://www.rp-online.de/nrw/staedte/kempen/die-knorpelkirsche-gibt-sich-die-ehre-aid-1.6451747

25. November 2016

„Zwei Obstbongerte für Grefrath“

NABU-Projekt „Unser grünes Grefrath“ startet mit großer Pflanzaktion

 

Oedt bekommt noch in diesem Jahr einen Gemeindeobstbongert. Die Maßnahme ist Teil des Projektes „Unser grünes Grefrath“ der Grefrather NABU-Ortsgruppe. Gepflanzt wird am Dienstag, den 29.11.2016 ab 10:00 Uhr. Helfer sind herzlich willkommen.

 

„Wir freuen uns sehr darüber, dass wir unser Leuchtturmprojekt „Gemeindeobstbongert“ wie geplant noch in diesem Jahr umsetzen können“, so Rolf Brandt, Leiter der Grefrather NABU-Gruppe. Der Gemeindeobstbongert auf dem ehemaligen Bolzplatz hinter der Oedter Grundschule ist Teil des Projektes „Unser grünes Grefrath“, an dem Brandt und seine Mitstreiter in den vergangenen Monaten intensiv gearbeitet haben. Im Fokus stehen der Erhalt der Artenvielfalt und die Stärkung des Naturschutzgedankens in der Gemeinde.

 

Typische Streuobstwiese des Niederrheins

 

Bongerte sind die typischen Obstwiesen am Niederrhein. Bei dieser speziellen Art der Streuobstwiese, die früher häufig in der Nähe von Höfen zu finden war, wurden Hochstamm-Obstbäume in Reihen gepflanzt. Die Bauern trieben ihr Vieh ein und ernteten Früchte für den Frischverzehr, zum Einmachen oder Lagern bis in das nächste Jahr. Äpfel und Birnen unterschiedlicher Sorten, aber auch süße und saure Kirschen, Pflaumen, Mirabellen, Renekloden, Quitten und Mispeln waren im Bongert angeordnet und häufig von Weißdornhecken eingefasst. Durch die Förderung des Erwerbsobstbaues mit nur wenigen Standartsorten, Abholzprämien für die Rodung von Obstbäumen und den Aufbau von Kleinbaum-Obstplantagen sind große Teil der Bestände verloren gegangen.

 

Für Artenschutz und ökologische Vielfalt: Gemeindeobstbongert als Bindeglied zwischenNABU-Naturerlebnisgarten und Krötentunnel

 

Die Naturschützer des NABU Grefrath sehen die Anlage des neuen Obstbongerts als großen Gewinn für die biologische Vielfalt. Durch die Neuanpflanzung und den Wegfall der regelmäßigen, intensiven Mulchmahd bietet der neue Bongert Lebensraum für viele Insekten, Wildbienen, Hummeln, Schmetterlinge und Kleinsäuger, wie Igel und Haselmaus. In älteren Obstbäumen sorgen Spechte für Höhlen, die zum Beispiel von Steinkäuzen gerne angenommen werden.

 

„Der Obstbongert ist zudem eine ideale Ergänzung für den Amphibienschutz in diesem Bereich“, erklärt Rolf Brandt. Der Gemeindeobstbongert liegt zwischen Mühlengasse und NABU-Naturerlebnisgarten. Regelmäßig im Frühjahr wandern hier Grasfrösche, Erdkröten und Molche über die Straße in Richtung Burgbendener Aue. Der Gemeindeobstbongert bietet ihnen auf ihrer gefährlichen Wanderung ab sofort deutlich bessere Schutzmöglichkeiten als die bisherige Rasenfläche.

 

Straßen NRW engagiert sich beim Artenschutz

 

Auch der neue Amphibientunnel, der auf Initiative des NABU Grefrath im Zuge der Straßensanierung an der Mühlengasse/L444 eingerichtet wurde, ergänzt die Bemühungen des NABU in Sachen Amphibienschutz. „Mit dem „Krötentunnel“, dem Obstbongert und dem NABU-Naturerlebnisgaren haben wir an dieser Stelle ein rundes Gesamtpaket in Sachen Erhalt der Artenvielfalt“, erklärt Rolf Brandt.

 

Mix aus Äpfeln, Birnen und Kirschen: Ende November wird gepflanzt

 

Knapp 30 Bäume haben Platz auf dem rund 3.000 Quadratmeter großen Gelände des ehemaligen Bolzplatzes. Gepflanzt werden alte Sorten mit so klingenden Namen wie: Goldparmäne, Roter Bellefleur, Dülmener Herbstrosenapfel oder Rheinischer Krummstiel. Auch der „Schöne von Elmpt“ die einzige regionale Sorte des Kreises Viersen findet Platz auf dem neuen Obstbongert. Neben den rund 20 Apfelbäumen werden Birnen, Quitten, Kirschen und ein Mirabellenbaum gesetzt. Die Finanzierung der Obstbäume erfolgt über EU-Fördermittel aus dem „Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER)“. Für die Anpflanzung wird ein Festbetrag inklusive 2-jähriger Herstellungspflege gewährt. Nach fünf Jahren ist eine Anschlusspflege über den Vertragsnaturschutz geplant. Sobald auch der in der Finanzierung inbegriffene Verbiss-Schutz installiert ist, werden ein- bis zweimal im Jahr Schafe für eine ökologisch verträgliche Geländepflege sorgen.

 

Die Pflanzung der rund 1,80 großen Bäume erfolgt durch die AG Obstwiesenschutz unter Leitung von Obstbaumexpertin Karoline Cremers. Unterstützung erhält das Team durch die Aktiven des Grefrather NABU.

 

Der LVR unterstützt die Kulturlandschaftspflege und -entwicklung

 

Nachmittags geht es für die AG Obstwiesenschutz dann im Landschaftsschutzgebiet Floethütte weiter. Hier wird ein zweiter Obstbongert mit 30 alten Sorten, ebenfalls EU-finanziert, auf dem Privatgelände der Familie Hengsten angelegt. Eingefriedet wird das Gelände mit 110 heimischen, traditionellen Heckensträuchern. Das Pflanzgut wird vom LVR kostenlos bereitgestellt. Die Förderung ist Teil seines Programmes zur Erhaltung und Wiederherstellung kulturhistorisch begründeter Landschaftsbilder.

 

Der Gemeindeobstbongert stellt sich vor: Blütenfest im Frühjahr geplant

 

Der NABU Grefrath sieht nicht nur die ökologischen Vorteile. „Wir würden uns freuen, wenn der Obstbongert auch das Gemeindeleben bereichert“, so Rolf Brandt. In diesem Sinne ist für das kommende Frühjahr ein Blütenfest auf dem Gelände geplant. Sobald die Bäume Früchte tragen sind außerdem gemeinsame Ernteaktionen denkbar. Doch bevor es so weit ist, heißt es am Dienstag erstmal Ärmel hochkrempeln und graben.

 

Aktuelle Informationen und neue Geschichten rund um den neuen Gemeindeobstbongert und den Naturschutz in der Gemeinde Grefrath finden Sie jederzeit unter www.nabu-grefrath.de

 

Text: Maren Rose-Hessler

 

09. August 2016

Pressegespräch mit Bianca Treffer von der RP

Treffpunkt war der NABU-Naturerlebnisgarten in Oedt.

Pressegespräch mit Bianca Treffer von der RP am 18. Juli 2016 über den NABU Grefrath und insbesondere über das Projekt "Unser grünes Grefrath" mit dem Leuchturmprojekt "Gemeindeobstbongert" auf dem ehemaligen Bolzplatz.
Treffpunkt war der NABU-Naturerlebnisgarten in Oedt.
Zu Gast war Karoline Cremer, neue Leiterin der AG Obstwiesenschutz beim NABU Bezirksverband Krefeld/Viersen e.V. und Nachfolgerin von Günter Wessels, mit einem ihrer Mitarbeiter.
 
Mit dabei war auch die eher pressescheue Schafherde, die zum zweiten mal in diesem Jahr zur naturnahen Pflege vor Ort war.
 
Fotos: Franz Miertz

14. Juli 2016

Grünes Licht für Gemeindeobstbongert

So geht’s weiter: NABU-Projekt „Unser grünes Grefrath“

Das Projekt „Unser grünes Grefrath“ der Grefrather NABU-Gruppe nimmt Fahrt auf. Auf der Juli-Sitzung des Bau-, Planungs- und Umweltausschusses der Gemeinde stieß der NABU auf offene Ohren bei Bürgermeister, Politikern und Gemeindeverwaltung.

Dass auch die Bürger ein großes Interesse an einem grünen und vielfältigen Grefrath haben, bewiesen die zahlreich erschienenen Besucher im Sitzungssaal. Rolf Brandt, Leiter der Grefrather NABU-Gruppe, ... Mehr

 

Mai 2016

Unser Projektvorschlag für die Gemeinde Grefrath

Einleitung

 

Die typischen Obstwiesen am Niederrhein sind die Bongerte, die Baumgärten an den Bauernhöfen. Hier wurde das Jungvieh eingetrieben, das so nahe am Hof weidete und hier ernteten die Bauern die Früchte für den Frischverzehr, zum Einmachen oder zum Lagern bis in das nächste Jahr. Nicht nur die Höfe, auch ganze Ortsränder wurden von den Bongerten eingegrünt und bereicherten so die Landschaft.

 

Zumeist nur zwanzig bis fünfzig Obstbäume überwiegend Äpfel und Birnen unterschiedlicher Sorten, aber auch süße und saure Kirschen, verschiedenen Pflaumen, Mirabellen, Renekloden vereinzelt Quitten und selten Mispeln waren in Reihen im Bongert angeordnet und häufig von Weißdornhecken eingefasst. Diese Hecken boten vielen Nützlingen Unterschlupf. Spechte sorgten in den alten Obstbäumen für Höhlen, die u.a. von Steinkäuzen gerne angenommen wurden, da sie auch im kurzen Gras darunter auch zu Fuß gut an die Mäuse, Würmer und andere „Leckereien“ gelangen konnten

 

Mit der Förderung des Erwerbsobstbaues mit nur wenigen Standartsorten und dem Aufbau von Kleinbaum-Obstplantagen gingen seit etwa 1950 gleichzeitig Abschlagsprämien für Hochstammobstbäume einher und der drastische Rückgang der Streuobstwiesen wie auch der Bongerte. Etwa 70 % der Bestände sind verloren gegangen.

 

Inzwischen fördern die EU, das Land NRW, der Landschaftsverband LVR, wie auch Städte und Kreise wieder die Pflege und die Anpflanzung von Hochstamm-Obstbäumen in Streuobstwiesen und in Bongerten. Da auch Eigentümer wieder diese Anlagen schätzen lernen, hat der NABU in fast allen Landes-, Kreis- und Ortsverbänden den Schutz der Streuobstwiesen als lohnenden Aufgabenbereich des Naturschutzes erkannt.

 

Der NABU Krefeld-Viersen e.V. hat vor über 20 Jahren das Projekt zum Schutz und der Erhaltung der Obstwiesen aufgebaut: er berät seitdem interessierte Besitzer, er pflanzt, pflegt und beerntet Hochstamm-Obstbäume und vermarktet die Produkte der Obstwiesen. Das bedeutet, dass jährlich 200-300 Obstbäume gepflanzt, etwa 3000 Hochstamm-Obstbäume gepflegt und bis zu 50 Tonnen Äpfel geerntet werden.

 

 

Umsetzung

 

Die Idee

 

Einrichtung eines Gemeinde-Obstbongerts auf dem ehemaligen Bolzplatz Mühlengasse/Steinfunderweg in Oedt

 

 

  • Der rund 3100 Quadratmeter große Platz wird nicht mehr genutzt, seitdem das Fußballtor abmontiert wurde.
  • Derzeit regelmäßige intensive Mulchmahd: Biologische Vielfalt leidet darunter
  • hohe Pflegekosten (ca. 1.000 Euro pro Jahr / siehe Bauhofbericht)
  • Bei einem vorausgesetzten Platzbedarf von rund 90 Quadratmetern pro Baum können auf dem Gelände gut 30 Obstbäume (in einer gemeinsamen Aktion) gepflanzt werden
  • Einfriedung des Geländes mit heimischen Heckengehölzen und/oder Zaun
  • Geländepflege durch Schafbeweidung 1-2 mal im Jahr
  • Beobachtung der Entwicklung der Wiese und regelmäßiges Monitoring

 

 

Die Finanzierung

Die Finanzierung der Obstbäume soll über EU-Fördermittel erfolgen. Eine konkrete Anfrage des NABU beim Kreis Viersen Anfang 2016 hat folgendes ergeben:

NABU-Naturerlebnisgarten Oedt, Foto: NABU Grefrath
NABU-Naturerlebnisgarten Oedt, Foto: NABU Grefrath

Fördermittel der Europäischen Gemeinschaft aus dem „Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER)“ stehen zur Erhaltung, Wiederherstellung und Verbesserung des kulturellen und natürlichen Erbes und zur Erstellung von Schutz- und Bewirtschaftungskonzepten im Bereich Naturschutz (Artikel 17 und 20 der Verordnung (EU) 1305/2013) zur Verfügung.

 

Die Anlage der neuen Obstwiesen ist gemäß der neuen Richtlinien "Investiver Naturschutz" grundsätzlich möglich. Der Antrag kann vom NABU im Auftrag der Gemeinde gestellt werden. Für die Anpflanzung wird ein Festbetrag von 110 Euro/Baum inclusive 2-jähriger Herstellungspflege gewährt. Nach fünf Jahren ist eine Anschlusspflege über den Vertragsnaturschutz möglich.

 

Die Einfriedung des Geländes mit traditionellen, heimischen Gehölzen entlang Mühlengasse/Steinfunder Straße soll über den Landschaftsverband Rheinland (LVR) finanziert werden:

 

Der LVR fördert aufgrund eines Beschlusses des Landschaftsausschusses Maßnahmen zur Erhaltung und Wiederherstellung kulturhistorisch begründeter Landschaftsbilder durch die Bereitstellung von Pflanzgut.

 

Hintergrund der Förderung

 

Ein wesentliches Element unserer Kulturlandschaft ist das enge Nebeneinander von landwirtschaftlich geprägter und genutzter, z. T. technisch überformter Kulturlandschaft mit historisch gewachsenen Elementen. Die zahlreichen alten Ortskerne, Dörfer und Weiler sowie Schloss- und Burganlagen innerhalb der agrarisch genutzten Kulturlandschaft bestimmen mit ihren charakteristischen Gehölzbeständen wie Hausbäumen, Baumreihen und -gruppen, Alleen, Obstwiesen oder Hecken das Landschaftsbild u.a. am Niederrhein.

 

Diesen kulturlandschaftsprägenden Gehölzbeständen widmet der Landschaftsverband besondere Aufmerksamkeit und möchte deren Erhaltung durch eine gezielte Bereitstellung von Pflanzgut sichern und ergänzen.

 

Neu gepflanzte Hainbuchenhecke, Foto: NABU Grefrath
Neu gepflanzte Hainbuchenhecke, Foto: NABU Grefrath

Förderfähige Gehölzelemente

 

Folgenden Gehölzelementen kommt eine besondere kulturlandschaftsprägende Bedeutung zu: Hochstamm-Obstwiesen, Hecken, Alleen und Baumreihen sowie Einzelbäumen an markanten Stellen.

 

Der NABU übernimmt im Rahmen seiner Sammelbestellung für 2016 beim LVR gerne auch die Bestellung für diese Heckenbepflanzung.

 

 

Pflanzung und Pflege

 

Die Pflanzung der Bäume und die Installation des Baumschutzes erfolgt durch den NABU, ggf. mit Beteiligung des Bauhofes der Gemeinde Grefrath.

 

  • Auswahl der zu pflanzenden Sorten
  • Pflanzung von Bäumen und Begrenzungshecke ggf. als Mitmachaktion mit Bürgerbeteiligung, Facebook-Veranstaltung

 

Schafbeweidung als kostenlose, naturverträgliche Bewirtschaftung der Obstwiesedurch den Schäfer aus der Nachbarschaft, wie auch schon beim NABU-Naturerlebnisgarten praktiziert.

 

  • Demontage des maroden Ballfang-Zaunes an der Mühlengasse (durch ehrenamtliche Arbeit?)
  • Anlage eines gemeinsamen Schafzauns für NABU-Naturerlebnisgarten und Gemeinde-Obstbongert
  • gleichzeitig Erneuerung der maroden Zaunanlage entlang des Naturerlebnisgartens
  • Für die Errichtung des Schafzauns stellt der NABU einen Antrag auf Fördermittel bei der Bezirksregierung (Nachteil: extrem hoher Verwaltungsaufwand, alternativ Errichtung des Zauns durch ehrenamtliche Arbeit mit Unterstützung der Gemeinde)

 

Vorteile für Gemeinde und Natur

 

Es existiert ein fertiges Konzept, die Finanzierung erfolgt über Fördermittel, der Verwaltungsaufwand seitens der Gemeinde ist gering.

 

  • Großer Gewinn für biologische Vielfalt durch Wegfall der intensiven Mulch-Mahd durch Bauhof
  • Gewinn von Lebensraum für Insekten, Wildbienen, Hummeln, Schmetterlingen und Kleinsäugern wie Igel und Haselmaus
  • Schutz von Grasfröschen, Erdkröten, Teich- und Bergmolchen als „Besonders geschützte Amphibienarten“ nach Bundesnaturschutzgesetz und Bundesartenschutzverordnung.
  • Amphibienwanderweg durch benachbarten NABU Naturerlebnisgarten mit zwei Biotopen, Amphibienschutzzaun durch NABU
  • Medienwirksame gemeinsame Pflanzaktion möglich, ggf. erster Spatenstich durch den Bürgermeister
  • Einsparung des Pflegebudgets
  • Attraktivitätssteigerung für die Gemeinde
  • Gemeinsame Ernteaktionen möglich, Stärkung des Dorflebens
  • Identifikation mit Heimatgedanken durch Erhalt und Förderung traditioneller Elemente der niederrheinischen Kulturlandschaft
  • Infotafel „Gemeinde-Obstbongert“ kann durch den NABU-Grefrath erstellt und installiert werden

 

Termine

 

Der NABU-Grefrath ist vorbereitet und kann jederzeit starten! Für eine Umsetzung in 2016 gilt es gewisse Fristen zu wahren:

 

  • Der Antrag auf Pflanzgutförderung beim LVR kann bis zum 30.06.2016 erfolgen
  • Der ideale Zeitpunkt zur Pflanzung der Obstbäume und der Hecke ist der Herbst (September-November)

 

Wir laden die Gemeinde Grefrath herzlich ein,

dieses Projekt gemeinsam mit uns umzusetzen.

Aus der Präsentation „Unser grünes Grefrath – Kommune für biologische Vielfalt“, Stand 23.05.2016, Seiten 29-30

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