Beginnen wollen wir unsere Präsentationen mit einem Kraut, welches sich gerade zum jetzigen Zeitpunkt großer Beliebtheit erfreut. Ist es doch eines der ersten schmackhaften und gesunden Geschenke der Natur im zeitigen Frühjahr, das uns sicher signalisiert:

…der Winter ist vorüber… endlich ist Frühling!

 

 

Bärlauch

Lateinische Bezeichnung: Allium ursinum

Familie der Lauchgewächse 

mehrjährig    

Wuchshöhe: 20 - 30 cm

Blütezeit: April - Juni

Blütenfarbe: weiß     

Standort: schattig, feucht,

Ernte: März - Juni

Verwendung: Küchen- und Heilkraut

Aussehen: Die lanzettförmigen, glänzenden Blätter

erinnern an die Blätter von Maiglöckchen

 

(Vorsicht !! Verwechslungsgefahr !! Maiglöckchen sind giftig !!)

 

Die filigranen, sternförmigen weißen Blüten sitzen auf einem etwa 25 cm langen, blattlosen Stiel in einem doldenähnlichen Blütenstand.

 

 

In der Natur findet man den Bärlauch in schattigen, feuchten Laubwäldern. Er verströmt einen starken, knoblauchartigen Duft.

Im Garten kultiviert braucht Bärlauch humusreichen, tiefen feuchten Boden und einen schattigen Standort, vorzugsweise unter Laubbäumen.

Im Juni und Juli reifen die Samen des Bärlauchs heran, anschließend geht er in eine sogenannte „Sommerruhe“. Seine Blätter welken und ziehen ein. Hierdurch versorgen sie die Zwiebel mit allen nötigen Nährstoffen die sie benötigt, um uns im nächsten Frühjahr wieder zu erfreuen.

 

Die Geschichte des Bärlauches reicht weit zurück. Bereits die Römer verwendeten ihn als magen- und blutreinigendes Mittel. Kultivierter Anbau fand nachweislich ab dem 8. Jahrhundert statt. Zu diesem Zeitpunkt ordnete Kaiser Karl in seiner „Landgüterverordnung“ unter anderem an, den Bärlauch in den Gärten anzupflanzen.

Kräuterpfarrer Künzle war einer der letzten Pflanzenheilkundigen, die den Bärlauch wegen seiner Wirkung würdigten.

 

Zitat:

„Wohl kein Kraut der Erde ist so wirksam

zur Reinigung von Magen, Gedärmen und Blut

wie der Bärenlauch.“

 

Für lange Zeit geriet der Bärlauch in Folge in Vergessenheit, was sicherlich den Vorteil hatte, dass er weiterhin verwildern durfte.

Erst im Zuge der Rückbesinnung auf die Natur und ihre Heilkräfte entdeckten die Menschen ihn neu und insbesondere in den letzten Jahren erlebte er eine Renaissance als Küchenkraut.

Als eines der ersten Kräuter im zeitigen Frühjahr verwendet man den Bärlauch in vielen Gerichten. Als Beigabe zu Salaten, Quark, Saucen, Kräuterbutter oder Dressings erfreut er sich dank seines knoblauchartigen Geschmackes großer Beliebtheit.

Konservieren lässt er sich am besten als Pesto mit einem guten Olivenöl, frisch geriebenem Peccorino-Käse, Pinienkernen, Salz und frisch gemahlenem Pfeffer.

So hat man auch außerhalb der Erntezeit über’s Jahr hinweg stets einen kleinen Vorrat des gesunden Krautes.

 

 

Frisch verwendet entfaltet der Bärlauch natürlich seine größte Wirkung.

Mit seinen Inhaltsstoffen, die unter anderem aus schwefelhaltigen Verbindungen, Flavonoiden und Vitamin C bestehen, eignet er sich hervorragend im Zuge einer Frühjahrskur zur inneren Reinigung.

Die Pflanze wirkt harntreibend, entschlackend und appetitanregend.

Gleichfalls nachgewiesen ist die antibakterielle Wirkung des Bärlauchs im Bereich des Magen-Darm-Traktes.

Äußerlich kann Bärlauch als frischer Presssaft bei chronischen Hautleiden verwendet werden.

 

Alles in allem gesehen finden wir mit dem Bärlauch ein vielseitiges, schmackhaftes Kraut,

auf das man im Frühjahr mit seiner noch spärlichen Auswahl an frischem Grün keinesfalls verzichten sollte.

 

Text: Jenny Hengsten

 

(Die Details zur Heilwirkung aller vorgestellten Pflanzen entstammen sorgfältiger, gewissenhafter Recherche. Der Autor übernimmt jedoch keinerlei Haftung für Schäden oder Nebenwirkungen, die durch Selbstbehandlung mit Heilpflanzen entstehen)

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