Endlich haben wir Sommer, und auch wenn Sonne und Wärme auf sich warten ließen, dürfen wir diese nun genießen. Eine Zeit, in der es uns hinaus in die Natur lockt, ob im wohlverdienten Urlaub oder einfach so, an einem lauen Sommerabend. Vielleicht unternehmen Sie eine Wanderung durch Wiesen und Felder, diese tut Leib und Seele gut und gerade jetzt gibt es viel zu entdecken!

 

So zum Beispiel unser Kraut des Monats:

Die Schafgarbe

Lateinische Bezeichnung: Achillea millefolium

 

Familie der Korbblütler

ausdauernd

 

Wuchshöhe: 20 - 80 cm

Blütenfarbe: weiß bis rosafarben

Blütezeit: Juni bis Oktober

Standort: sonnig, trocken

Ernte: Juni bis September

Verwendung: Küchenkraut, Heilkraut, Räucherkraut

 

Aussehen: Im zeitigen Frühjahr erscheint die Schafgarbe zunächst als niedrige Rosette, aus der sie feste Stängel mit 2 bis 3fach krausgefiederten, farnartigen Blättern treibt.

Die weißen bis rosafarbenen Blüten sind als flache Doldenrispen in Form einer Scheindolde, auch Trugdolde genannt, angeordnet.


 

Die Schafgarbe ist eine der ältesten Heilpflanzen, die wir kennen. Sie wächst in trockenen, sonnigen Lagen an Weg- und Feldrändern sowie in Wiesen, gerne in solchen, die von Schafen beweidet werden.

Dies hat der Pflanze Überlieferungen zu Folge den Namen beschert. Hirten hatten beobachtet, dass kranke Schafe größere Mengen der Pflanze verzehrten und danach gesundeten. Der hintere Teil des Namens, "Garbe", leitet sich aus dem Althochdeutschen "Garwe" ab, was so viel wie "Gesundmacher" bedeutet. Daraus setzt sich der Name "Schaf-Garbe" zusammen.

Aufgrund ihrer vielfältigen Einsatzmöglichkeiten ist die Schafgarbe im volkstümlichen aber ebenfalls bekannt unter den Namen: "Allheilkraut", "Frauenkraut", "Bauchwehkraut" oder "Wundkraut".

 

 

Zu allen Zeiten verwendeten Menschen die Schafgarbe zur Wundheilung. (Wundkraut) Durch ihre entzündungshemmende, antiseptische Wirkung findet sie bis heute Anwendung in der Behandlung von Wunden, aber auch zur Behandlung entzündlicher Hauterkrankungen.

 

Wichtiger Kräuterhexen - Tipp:

 

Vorsicht!! Bei hautempfindlichen Menschen kann es nach Kontakt mit Schafgarbenkraut zu einer allergischen Reaktion kommen, der sogenannten "Schafgarbendermatitis" oder "Wiesendermatitis".

 

In der Frauenheilkunde wurde und wird die Schafgarbe äußerlich wie auch innerlich angewendet. (Frauenkraut)

 

Schon der berühmte Pfarrer Kneipp schrieb:

"Viel Unheil bliebe den Frauen erspart, würden sie ab und zu einmal zur Schafgarbe greifen!". Sitzbäder mit Schafgarbe können bei krampfartigen Verspannungen und Krämpfen während der Periode helfen.

Als Tee oder Teebestandteil kann die Schafgarbe bei Menstruations- oder Wechseljahrsbeschwerden regulierend wirken.

Ein weiteres Anwendungsgebiet der Schafgarbe sind Beschwerden im Magen-Darm-Bereich. (Bauchwehkraut) Durch eine Kombination an Bitterstoffen, Gerbstoffen, ätherischen Ölen und anderen wirkt die Schafgarbe wohltuend bei Verdauungsstörungen, Blähungen und leicht krampfartigen Magen-Darm-Störungen.In diesen Fällen kann sie auch wieder als Tee oder Teebestandteil Verwendung finden.

In der Küche verwenden wir die leicht bitter schmeckenden, aromatischen Blätter der Schafgarbe kleingeschnitten oder gehackt in Salaten, Gemüsegerichten, Dressings, Kräuterquark und Suppen.

(Erinnern Sie sich noch an unsere "Gründonnerstagssuppe", Kräuterhexen-Rezept des Monats April??)

Die Schafgarbe sollte jedoch auf Grund ihres herben, leicht scharfen Geschmackes in der Küche nur sparsam verwendet werden.

 

 

Menschen, die sich für die traditionelle Räucherkultur in Form von zum Beispiel

Schutz- Bann oder Heilräucherung interessieren, finden auch hier verschiedene Anwendungsbereiche der Schafgarbe.

Zu bestimmten Jahreskreisfesten, Zeremonien und zu Heilzwecken werden verschiedene Kräuter und Kräutermischungen für den jeweiligen Zweck zusammengestellt und verräuchert.

Vielleicht entdecken Sie ja beim nächsten Spaziergang die schöne, blühende Schafgarbe am Wegesrand und erinnern sich an das hier gelesene und daran, welche Kräfte sich in dieser alten, aber immer noch aktuellen Heilpflanze verbergen.

Text: Jenny Hengsten

 

(Die Details zur Heilwirkung aller vorgestellten Pflanzen entstammen sorgfältiger, gewissenhafter Recherche. Der Autor übernimmt jedoch keinerlei Haftung für Schäden oder Nebenwirkungen, die durch Selbstbehandlung mit Heilpflanzen entstehen)

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Kräuterhexen-Rezept: Salzkräcker mit Wildkräuter-Schafskäse

Zutaten:

200 g Frischkäse aus Schafsmilch

etwas Sahne

frisch gemahlenen Pfeffer

eine Hand voll gemischte Wildkräuter wie z.B. Schafgarbe, Gundermann, Giersch, Brennessel, Taubnessel, Löwenzahn …

einige Salzkräcker

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Die Kräuterliste

Eine alphabetische Liste stellt Ihnen die für den „Kräutergarten Dorenburg“ vorgesehenen Kräuter vor.

In loser Folge präsentieren wir Ihnen jeweils eines dieser Kräuter im Portrait. Hier erfahren Sie detailliert alles Wissenswerte rund um dieses Kraut vom Anbau bis zu seiner Verwendung.

 

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