Kopfbaumpflege

Juli 2014

Stiftung unterstützt Kopfbaumpflege

Die Stiftung Krefelder Natur- und Kulturlandschaften

Kopfweiden Flöthbachaue
Kopfweiden Flöthbachaue

 

Die Kopfweide, als Charakterbaum des Niederrheins, bestimmt in unserer Region stellenweise das Landschaftsbild der bäuerlich geprägten Kulturlandschaft. Wer zum Beispiel unsere Bruchlandschaften besucht wird kaum einen Weg finden, an denen diese markanten Bäume fehlen.

 

Das Holz der Weide war früher ein begehrter Rohstoff. Die Bäume wurden in mehr oder weniger regelmäßigen Abständen von den Bauern in der an Feldarbeit armen Winterzeit „geköpft“, um etwa Brennholz oder Weidenruten für die Korbflechterei zu gewinnen. Die so genutzten Weiden trieben aus ihren Schnittstellen wieder aus und konnten nach mehreren Jahren erneut geschnitten werden.

 

Als nachhaltige Energiequelle aus natürlichen Ressourcen würde man heute diese Form der „Kopfholzwirtschaft“ bezeichnen!

 

Die traditionelle Nutzung der Kopfweiden hat aber ihre Bedeutung nach dem zweiten Weltkrieg verloren. Das Heizen mit Kohle und Gas war zu dieser Zeit nicht nur bequemer sondern auch günstiger. Hinzu kam, dass die landwirtschaftlichen Betriebe sich vergrößern mussten und durch geänderte Produktionsverfahren, wie zum Beispiel die Aufgabe der Stoppelwirtschaft und den Anbau von Zwischenfrüchten, kein Zeitfenster mehr für die Nutzung der Kopfweiden verblieb.

 

Die Aufgabe der Nutzung führte aber dazu, dass die einstmals geköpften Weiden nun ungehindert durchwuchsen. Dieser Umstand ist bis heute sehr problematisch, da die Weiden als Folge der früheren Bewirtschaftung über zahlreiche Höhlen und Faulstellen verfügen, die die Last der durchgewachsenen Krone dauerhaft nicht tragen können. Die Kopfweiden werden im Laufe der Zeit auseinanderbrechen und wertvolle Lebensräume gehen hierdurch verloren!

 

Möchte man dies verhindern, und die Kopfweiden aus Gründen des Artenschutzes und als landschaftsprägendes Element erhalten, so muss man die frühere Nutzung nachahmen. Aus dieser Erkenntnis heraus begann der NABU Krefeld/Viersen bereits 1977 mit der Pflege der hiesigen Kopfweidenbestände.

Im Gegensatz zur wirtschaftlichen Nutzung früherer Tage muss die Pflege der Kopfweiden heute aus öffentlichen Mitteln getragen werden. Leider nehmen diese Mittel regional kontinuierlich ab, so dass die Pflege aller Kopfweiden nicht mehr gewährleistet ist.

 

In den letzten zwei Jahren hat die Stiftung daher bereits die Pflege von circa 100 Kopfweiden gefördert, so zum Beispiel im Naturerlebnisgarten in Grefrath und der Flöthbachaue im Hülser Bruch. Es besteht aber weiterhin Handlungsbedarf!

 

Abb.1: So muss es sein! Alte gepflegte Kopfweiden mit Nachpflanzung im Vordergrund (Krefeld/Langen Dyk)
Abb.1: So muss es sein! Alte gepflegte Kopfweiden mit Nachpflanzung im Vordergrund (Krefeld/Langen Dyk)
Abb. 2: Hier muss was geschehen! Eine Kopfweide kurz vor dem Zusammenbruch (in Abb. 1 in der rechten Bildhälfte im Hintergrund zu erkennen).
Abb. 2: Hier muss was geschehen! Eine Kopfweide kurz vor dem Zusammenbruch (in Abb. 1 in der rechten Bildhälfte im Hintergrund zu erkennen).

 

 

Die Stiftung Krefelder Natur- und Kulturlandschaften möchte mit Ihrer Hilfe die Pflege der Kopfweiden weiterhin fördern und erweitern. Wir sind daher auf Ihre Spenden angewiesen.

 

Wie können Sie Spenden?

 

Es besteht die Möglichkeit auf der Internetseite der Stiftung Krefelder Natur- und Kulturlandschaften online zu Spenden oder klassisch per Überweisung auf folgendes Konto:

 

Volksbank Krefeld eG

Bankleitzahl: 32060362

Kontonummer: 2020202001

IBAN: DE88 3206 0362 2020 2020 01

 

 

Text und Bilder: Franco Cassese

 

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