Heimische Gehölze

Februar 2013

Einheimische Wildsträucher und Gehölze sind schön und gartentauglich

Pflanzenteile exotischer Sträucher und Bäume sind dagegen für heimische Insekten oftmals ungenießbar.

NABU H. May
NABU H. May

 

Bald beginnt wieder die Gartensaison, und in den Gartencentern wartet bereits eine große Vielfalt attraktiver Neuzüchtungen. So attraktiv manche dieser Pflanzen auch für das menschliche Auge ist, nicht alle Sorten bieten Nahrung für heimische Insekten und Tierarten und sind somit wertvoll für den ökologischen Kreislauf. Hier ein paar Tipps zur richtigen Auswahl.

 

Jeder Garten ist ein von Menschen geschaffener Raum, der seit jeher auch Pflanzen aus anderen Regionen oder Ländern beherbergen kann. Und natürlich hat jeder Gartenbesitzer auch das Recht, seinen Garten mit Gehölzen nach seinem Geschmack zu gestalten. "Dabei sollten bei jeder Gartenneugestaltung oder Gartenumgestaltung einheimische Gehölze nicht vergessen werden, sind diese doch bestens an unser Klima angepasst, bieten attraktive Blüten und Früchte mitsamt bunter Herbstfärbung und ernähren unzählige Tiere, sind also ökologisch äußerst wertvoll", betont der NABU-Grefrath.

 

Holunder, NABU H. May
Holunder, NABU H. May

 

Möchte man etwa frühblühende Sträucher anpflanzen, wie wäre es denn dann mit Seidelbast (Daphne mezereum), Schlehe (Prunus spinosa) oder Kornelkirsche (Cornus mas)?

Und attraktive einheimische Wildsträucher mit schönen Blüten gibt es zu Genüge, wie beispielsweise Liguster (Ligustrum vulgare), Wolliger Schneeball (Viburnum lantana) oder die Rote Heckenkirsche (Lonicera xylosteum).

Und schließlich können Vogelliebhaber auch etwas für in Sträuchern nistende Vögel tun, indem sie dornige und stacheliege Gehölze pflanzen, wie Weißdorn (Crataegus monogyna), Berberitze (Berberis vulgaris) oder Schlehe (Prunus spinosa).

 

"Viele eigentlich exotische Pflanzen, wie Forsythie, Rhododendron, Kirschlorbeer oder Thuja sind Gartenbesitzern mittlerweile vertrauter als heimische Sträucher wie Haselnuss, Holunder oder Kreuzdorn", bedauert der NABU Grefrath.

 

Dabei geht es nicht darum, gezüchtete oder "fremde" Pflanzen pauschal zu verbannen, vielmehr haben Untersuchungen gezeigt, dass der Lebensraum der meisten Tierarten an heimische, standortgerechte Gehölze gebunden ist. Pflanzenteile exotischer Sträucher und Bäume sind dagegen für heimische Insekten oftmals ungenießbar. Neben sterilen Züchtungen reifen bei anderen Arten die Früchte gar nicht in unserem Klima, so dass sie weder Vögeln und Insekten und Kleintieren, die wiederum von Vögeln gefressen werden, als Nahrung dienen können.

 

 

Rolf Brandt

NABU Grefrath

Bild: Hengsten
Bild: Hengsten

Vergleich: Wildsträucher und Exoten

 

Den Wert heimischer und exotischer Gehölze für fruchtfressende Vogelarten zeigt diese Tabelle. Im Schnitt sind heimische Gehölze für Vögel sechsmal wertvoller als exotische: Ein heimisches Gehölz ernährt durchschnittlich 24 Vogelarten, ein exotisches Gehölz leider nur vier Vogelarten.

www.naturgartenplaner.de/service/vergleich-wildstraeucher-exoten/

Weiterführende Information

Arbeitskreis Heckenschutz

Es gibt den Arbeitskreis Heckenschutz, der sich für den Erhalt des "Straßenbegleitgrüns" und für den Schutz der Hecken und Wallhecken in der Landschaft einsetzt. Dazu gehören auch Vorschläge für neue Hecken und Biotopverbundlinien und die Entwicklung von naturnahen Pflegetipps für Hecken.
Weiterlesen auf www.hecke.wg.vu

Heckenpflege vom Arbeitskreis Heckenschutz
Hecken-Pflegerichtlinien.pdf
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Rettet den Spatz - Gebt ihm ein Zuhause

Der freche Spatz ein schützenswerter Vogel? Und ob! Heute steht der beliebte Vogel bereits auf der Vorwarnstufe der Roten Liste. Mit der Kampagne "Rettet den Spatz - Gebt ihm ein Zuhause" engagiert sich die Deutsche Wildtier Stiftung für den Haussperling.

Weiterlesen auf www.deutschewildtierstiftung.de

So können Sie dem Spatz helfen, Deutsche Wildtierstiftung
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