Vogel des Jahres

Der Waldkauz ist „Vogel des Jahres 2017“

Jäger der Nacht

 

Wann haben Sie zuletzt in der Nacht eine Eule rufen gehört? Viele Gegenden sind von Eulen verlassen, entweder weil sie keine Bruthöhlen finden oder das Nahrungsangebot nicht mehr ausreicht. Stellvertretend für alle Eulenarten hat der NABU für 2017 den Waldkauz zum Vogel des Jahres gewählt. Mit ihm soll für den Erhalt alter Bäume im Wald oder in Parks geworben werden und eine breite Öffentlichkeit für die Bedürfnisse höhlenbewohnender Tiere sensibilisiert werden. Eulen sind unverzichtbare Bestandteile der Artenvielfalt. Wir sollten alles dafür tun, sie zu schützen, ihre Bestände zu stabilisieren oder gar zu vermehren.

 

Der Stieglitz - Vogel des Jahres 2016

Bunte Wiesen und Wegränder für bunte Vögel

Stieglitz - NABU, Frank Derer
Stieglitz - NABU, Frank Derer

 

Der Stieglitz (Carduelis carduelis) ist „Vogel des Jahres 2016“. Als einer der farbenfrohesten Vögel Deutschlands steht der auch Distelfink genannte Stieglitz für vielfältige und bunte Landschaften, denn er ernährt sich vornehmlich von den Samen zahlreicher verschiedener Blütenpflanzen, Gräser und Bäume. Ausreichend Nahrung findet er jedoch immer weniger, daher ist der Bestand des Stieglitzes in Deutschland in den vergangenen Jahren stark zurückgegangen.

In Nordrhein-Westfalen ist die Bestandsentwicklung des Stieglitz jedoch gegenläufig. Aktuelle Zahlen des ´Atlas der Brutvögel Nordrhein-Westfalens´ beziffern die Zahl der Brutpaare hier auf 25.000-37.000 - fast doppelt so viel wie in den 1990er Jahren.

Am häufigsten findet man ihn in der Eifel, dem Köln-Bonner-Raum und dem Niederrheinischen Tiefland sowie im Ruhrgebiet bis hin zur Hellwegbörde. Große, geschlossene Waldgebiete meidet der Distelfink dagegen, weshalb man ihm im Sauerland seltener begegnet. Auch im Münsterland trifft man ihn nicht so häufig an.

In der Agrarlandschaft sind seit 1994 fast 90 Prozent aller Brachflächen mit ihrer heimischen Artenvielfalt verloren gegangen. Auch Randstreifen mit Blumen und Wildkräutern an Feldern und Wegen gibt es immer seltener. Die verbliebenen werden zudem immer artenärmer. Da zieht es auch immer mehr Distelfinken in die Städte oder Siedlungsrandbereiche, wo es immer noch „wilde Ecken“ gibt. So leben knapp 60 Prozent des bundesweiten Bestandes im Siedlungsraum, nur noch 40 Prozent in Feld und Flur. Hier finden sie ihre Nahrung in Gärten und Parks, an Wegrainen und Brachflächen. Möglicherweise ist dies auch die Erklärung für den gegenläufigen Bestandstrend in Nordrhein-Westfalen, das reich an strukturreichen städtischen Ballungsräumen ist und so dem Stieglitz attraktive neue Lebensräume bietet. Besonders im Ruhrgebiet profitiert der Stieglitz von den zahlreichen Industriebrachen.

 

Quelle: nrw.nabu.de

 

Mehr unter www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/aktionen-und-projekte/vogel-des-jahres/stieglitz/index.html

 

 

Habicht - Vogel des Jahres 2015

Der NABU und sein bayerischer Partner, der Landesbund für Vogelschutz (LBV), haben den Habicht (Accipter gentilis) zum „Vogel des Jahres 2015“ gewählt.

 

Auf den Grünspecht, Vogel des Jahres 2014, folgt damit ein Greifvogel, der wie viele andere seiner Verwandten immer noch der illegalen Verfolgung ausgesetzt ist, obwohl die Jagd auf den Habicht seit den 1970er Jahren verboten ist.


„Illegal abgeschossene, vergiftete oder gefangene Habichte sind nach wie vor trauriger Alltag. Es gibt immer noch einzelne Jäger, die ihn als Konkurrenten bei der Jagd auf Hasen und Fasane sehen. Auch bei Geflügel- und Taubenzüchtern ist der Habicht besonders unbeliebt. Jährlich stellen Polizisten und Tierschützer in Deutschland Habichtfangkörbe sicher – viele davon in der Nähe von Taubenhaltungen“, sagte NABU-Vizepräsident Helmut Opitz.

 

 

Illegale Greifvogelverfolgung ist kein Kavaliersdelikt“, so die Verbände. NABU und LBV fordern, dass entsprechende Straftaten systematisch erfasst, aufgeklärt und angemessen geahndet werden. Dafür müssen speziell geschulte Einheiten und Koordinationsstellen bei der Polizei und den Naturschutzbehörden der Länder in allen Bundesländern eingerichtet werden. Als Vorbild ist hier die Stabsstelle zur Bekämpfung von Umweltkriminalität in Nordrhein-Westfalen zu nennen. Seit 2005 widmet sie sich unter anderem der Eindämmung illegaler Greifvogelverfolgung. Die im Umweltministerium angesiedelte Einrichtung arbeitet intensiv mit den Polizeibehörden zusammen, um eine konsequente Strafverfolgung zu ermöglichen.


Der 50 bis 60 Zentimeter große Habicht ist ein kräftiger Greifvogel mit kurzen gerundeten Flügeln und einem relativ langen Schwanz.

NABU und LBV sprechen sich dafür aus, neben der Benutzung auch den bislang erlaubten Verkauf von Habichtfangkörben zu verbieten. In der Umgebung von Greifvogelnestern müssten Horstschutzzonen eingerichtet werden, in denen Forstwirtschaft und Jagd vor allem während der Brutzeit zwischen März und Juni ruhen sollten, so wie dies in einigen Bundesländern bereits gesetzlich vorgesehen ist. Das Aushorsten von jungen Habichten in freier Natur für die Falknerei sollte nicht mehr zugelassen werden.

NABU und LBV haben als Signal gegen die illegale Greifvogelverfolgung gemeinsam mit dem Komitee gegen den Vogelmord eine bundesweite Meldeaktion gestartet. Aktuell aufgestellte Fallen, vergiftete oder angeschossene Greifvögel können ab sofort unter der Telefonhotline 030-284984-1555 gemeldet werden. Unter dieser Nummer bieten Experten Hilfe beim Erkennen, Dokumentieren und Anzeigen illegaler Aktivitäten. Darüber hinaus werden auch zurückliegende Fälle illegaler Greifvogelverfolgung erfasst, zu melden unter

 

www.NABU.de/verfolgung-melden

Weitere Informationen zum Habicht


Grünspecht ist Vogel des Jahres 2014

Der NABU und sein bayerischer Partner, der Landesbund für Vogelschutz (LBV), haben den farbenprächtigen Grünspecht (Picus viridis) zum „Vogel des Jahres 2014“ gekürt. Auf den „Meckervogel“

Bekassine ist Vogel des Jahres 2013

Der NABU hat die in Deutschland vom Aussterben bedrohte Bekassine zum "Vogel des Jahres 2013" gekürt. Sie soll als Botschafterin für den Erhalt von Mooren und Feuchtwiesen werben.

Bild:  NABU, W. Rolfes
Bild: NABU, W. Rolfes

Sie wird auch Himmelsziege genannt, dank ihres charakteristischen Balzflugs mit vibrierenden Schwanzfedern, die ein "Meckern" erzeugen. Doch diese Laute hört man bei uns so gut wie nicht mehr. Denn in NRW ist die Bekassine fast verschwunden. Nur noch einige Dutzend Brutpaare gibt es in Westfalen, im Rheinland ist die Art praktisch ausgestorben. Ein Grund ist das zunehmende Verschwinden ihres Lebensraums, der Moore und Feuchtwiesen. Nach wie vor werden Flächen entwässert und der Grundwasserspiegel abgesenkt, Grünland umgepflügt, Ackerkulturen wie Mais für Biogasanlagen großflächig angebaut, Torf abgebaut und Wiesen aufgeforstet.

Der Biotopschwund betrifft viele weitere Arten, darunter nahe Verwandte wie den Großen Brachvogel oder die Uferschnepfe. Der NABU fordert daher von der Politik einen konsequenten Schutz für alle Arten der Feuchtwiesen und Moore. Wiesen und Weiden zu erhalten und wiederzuvernässen ist zudem ein sehr effizienter Beitrag zum Klimaschutz.
NABU und LBV verfolgen seit Jahren die Strategie des Flächenkaufs für den Naturschutz und übernehmen die fachkundige Betreuung von Schutzgebieten. Dadurch konnten bereits viele Gebiete als Lebensräume für den Vogel des Jahres 2013 gerettet werden. Darüber hinaus kann jeder Einzelne zum Schutz der Bekassine beitragen, indem er torffreie Blumenerde verwendet.
Im Kreis Viersen ist die Bekassine bereits seit 1999 ausgestorben. Sie tritt hier nur noch als Durchzügler auf. Dabei sind geeignete Lebensräume durchaus vorhanden. Insbesondere im Westkreis, beispielsweise im Lüsekamp und im Elmpter Schwalmbruch, konnten durch Naturschutzmaßnahmen nasse Wiesen und Moore erhalten und entwickelt werden. In den letzten Jahren konnte die Biologische Station Krickenbecker Seen hier sogar wieder mehrfach "meckernde" Bekassinen feststellen. So bleibt die Hoffnung, dass die Bekassine eines Tages als Brutvogel zurückkehrt.


Peter Kolshorn

 

In Grefrath sind mit ein wenig Glück durchziehende Bekassinen in den Oedter Niersauen,

in den Blänken der Grasheide und in der Nähe des Klärwerkes zu beobachten.

Beobachtungen bitte bei www.vogelmeldung.de melden

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