Greifvögel

März 2013

Verletzter Bussard an der B 509 in Kempen

Schwierige und abenteuerliche Fangaktion

Bild: Hans Palm
Bild: Hans Palm

 

Am 18.3.13 rief gegen 17 Uhr eine Grefratherin Rolf Brandt von der NABU-Gruppe Grefrath an und berichtete von einem offensichtlich verletzten Greifvogel am Rand des Kempener Außenringes gegenüber der Jet-Tankstelle an der Vorster Straße.

Auffällige Merkmale: An einem Flügel ein weißes Schild und ein hängender Flügel.

 

Rolf Brandt verständigte sofort Hans Palm, den Leiter der NABU-Gruppe Kempen. Beide begaben sich auf eine, fast 2 Stunden dauernde Suche, die jedoch leider ergebnislos verlief. Gefunden wurden lediglich große Mengen Müll am Rande der B 509.

 

Dann, am Mittwoch, 3.4.13 gegen 18 Uhr erhielt Hans Palm einen Anruf, dass Jugendliche, am Bolzplatz an der Oedter Str. auf und an dem dicht bewachsenen Lärmschutzwall einen Greifvogel gesichtet hatten. Die geschilderten Merkmale stimmten genau mit denen der ersten Meldung überein.

Die 4 Jungen im Alter von 14-15 Jahren verschwanden nun, mit Handschuhen vor den scharfen Krallen geschützt im dichten Bewuchs des Lärmschutzwalles. Zunächst musste der Vogel wieder gesucht werden. Wir wussten nicht, ob er sich überhaupt noch in dem nicht einsehbaren Bereich befand.


Nach längerer Suche hörte man aus dem Gebüsch: „Ich sehe ihn!“. Dann begannen  schwierige und aufregende Fangversuche, denen sich das Tier immer wieder durch schnelle Flucht  entzog.
Inzwischen konnte Hans Palm den Vogel identifizieren. Es handelte sich um einen Bussard mit gebrochenem Flügel. Endlich ertönte dann der Ruf:  „Ich hab' ihn!“.

Vorsichtig wurde das verletzte Tier in den Kasten des Fahrradanhängers von Hans Palm gesetzt.

Da alle Tierärzte geschlossen hatten, erklärte sich Herbert Weghs in KR-Hüls bereit, den Bussard zu nehmen. Herbert Weghs kümmert sich im NABU insbesondere um verletzte Eulen und Greifvögel. Er hatte kurz vorher bereits 2 verletzte Bussarde gesund gepflegt und wieder in die Freiheit entlassen. Leider gelang das jetzt nicht. Der Tierarzt mussten den Bussard leider wegen eines nicht mehr behandelbaren alten Flügeltrümmerbruchs einschläfern.

 

Erstaunlich war, dass er nach der Verletzung, die auch schon vor der ersten Sichtung am 18.3.13 entstanden sein konnte, bis zum 4.4.13 draußen überlebte.

Der Bussard hatte an jeder Flügelseite ein weißes Plastikschild mit der Aufschrift „dy“ und einen Ring der Vogelwarte Helgoland mit einer mehrstelligen Nummer. Beides wurde sofort der Vogelwarte Helgoland gemeldet. Der Tierarzt sandte den Bussard dann an eine Universität in Bayern, an der eine ehemals in Tönisvorst ansässige Tierärztin forscht.


Besonderer Dank gilt den 4 Jugendlichen, ohne deren Hilfe und Einsatz der Fang nichtt gelungen und der Bussard nach einem längeren Leidensweg elendig zugrunde gegangen wäre.


Der NABU bedankte sich bei den Jugendlichen mit einem Geschenk.


Text und Bild: Hans Palm NABU-Gruppe Kempen

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