Kopfweidenpatenschaft

November 2015

Lernort Natur

Kopfweidenpatenschaft Grundschule Oedt

Stolz präsentieren die Kinder die Reisig-Faschinen
Stolz präsentieren die Kinder die Reisig-Faschinen


Raus aus dem Klassenzimmer, rein in die Natur hieß es Anfang November für 38 Kinder der Gemeinschaftsgrundschule Grefrath, Standort Oedt. Die Schule hatte 2011 die Patenschaft für zwölf Kopfweiden am Zweigkanal übernommen (siehe Artikel weiter unten auf dieser Seite). Nun war der erste Pflegeschnitt für die mittlerweile kräftig gewachsenen Bäume fällig. Dieser erfolgte auf Einladung des NABU Grefrath und unter fachkundiger Anleitung eines Teams des Wasser- und Bodenverbandes der Mittleren Niers


Mit Pausenbroten, festen Schuhen und Gartenscheren ausgerüstet machten sich die Schüler der Klassen 4d und 4e gemeinsam mit ihren Lehrerinnen Franziska Matoni und Irene Beurskens auf den Weg in Richtung Fritzbruch. Ihr Ziel war das renaturierte Teilstück des Zweigkanals hinter der Niersaue Burgbenden. Vor rund fünf Jahren waren an dieser Stelle etwa 60 Pappeln altersbedingt gefällt worden. Nachdem der NABU damals die Idee einer Baum-Patenschaft an die Schule herangetragen hatte, setzten Schüler der Oedter Grundschule 2011 ein Dutzend Kopfweiden in den Bereich des Uferrandstreifens. Nun stand der erste Pflegeschnitt auf dem Stundenplan der Baumpaten.   

Baumschnitt zu Faschinen verarbeitet


Unterstützt wurde die Schule, wie bereits bei der Pflanzaktion vor vier Jahren, durch den Wasser- und Bodenverband der Mittleren Niers, der mit einem vierköpfigen Team vor Ort war. Rudolf Goetzens, Hermann Houbertz und Christine Kleindopp hatten zusammen mit Praktikantin Amber Schaafstra einiges für die Schüler vorbereitet. Die Experten des Wasser- und Bodenverbandes erklärten den Baumpaten zunächst, wie die Weidenruten richtig geschnitten werden. Anschließend wurde das Schnittgut gemeinsam auf der angrenzenden Grünfläche gesammelt. Dort war bereits ein großer Pfahlbock, die sogenannte „Wurstbank“, aufgebaut. Die Schüler durften nun selber Faschinen herstellen, das sind Reisigbündel, die im naturnahen Wasserbau zur Ufer- oder Gewässersohlenbefestigung Verwendung finden. Mit Feuereifer wurden Äste sortiert, überstehende Zweige abgeknipst und anschließend alles fachmännisch zu Reisigbündeln von 2,50 bis 3,00 m Länge und einem Durchmesser von etwa 30 cm gebunden. Zwischendurch gab es Erklärungen von Christine Kleindopp zu Funktion und Bedeutung der Ufergehölze und Antworten auf jede Menge Fragen rund um die Natur.


Renaturierungsprojekt Zweigkanal


Der Wasser- und Bodenverband der Mittleren Niers hat seinen Sitz in Grefrath. Zu seinen Aufgaben zählen vorrangig der naturnahe Rückbau sowie die Unterhaltung oberirdischer Fließgewässer. Begradigte Gewässer bieten meist kaum noch natürliche Lebensräume für Tiere und Pflanzen. Als kosteneffizientes Pilotprojekt gestaltete der Wasser- und Bodenverband Anfang 2009 daher am Zweigkanal einen rund 160 m langen Streifen neu. Das Projekt zeigt verschiedener Maßnahmen zur Strukturverbesserung: Die Ufer wurden abgeflacht, das Gewässerbett aufgeweitet, ein Nebengerinne sowie Stillwasserbereiche angelegt. Ein etwa fünf Meter breiter Uferstreifen blieb weitgehend der natürlichen Entwicklung überlassen. Totholzelemente tragen zur Erhöhung der Strukturvielfalt bei. Je nach Wasserstand werden verschiedene Bereiche überflutet und schaffen so unterschiedliche Lebensräume für viele Arten. Mittlerweile konnten erste Erfolge verzeichnet werden: Der Eisvogel nutzt den Bereich zur Jagd nach Fischen.


„Das war eine tolle Aktion“, resümiert Organisator Rolf Brandt vom NABU zum Abschluss des Vormittags und dankte dem Wasser- und Bodenverband für die Unterstützung und sein außergewöhnliches naturpädagogisches Engagement. Lehrerin Irene Beurskens ergänzt: „Die Aktion war wirklich super vorbereitet. Den Kindern hat es riesig Spaß und sie haben eine Menge gelernt.“ Für Anfang 2016 plant der Wasser- und Bodenverband die Renaturierung des Zweigkanals an der Mündung in die Niers. Eine gute Gelegenheit für den NABU Grefrath und die Grundschule, den naturnahen Wasserbau mit Faschinen zu erleben. Ein weiteres spannendes Projekt dürfte die für diese Stelle angedachte Installation einer Nistwand für den Eisvogel werden.


Zum Abschluss hatte der Wasser- und Bodenverband noch eine Überraschung parat: Für jedes Kind gab es ein extra für diesen Tag gestaltetes Infoblatt zum Thema, bevor es schließlich für Schüler und Lehrer nach zwei erlebnisreichen Stunden in der Natur zurück ins Klassenzimmer ging.  



Text: Maren Rose-Hessler

Fotos: Karl-Heinz Hengsten, Franz Miertz



Artikel aus der WZ

Oedter Kinder helfen der Natur

Grundschüler machen bei einem Projekt des NABU mit.

Oedt. Anstatt Mathe oder Deutsch gab es jetzt für Kinder der Oedter Gemeinschaftsgrundschule Naturkunde. Erst einmal spazieren die Grundschüler etwa eineinhalb Kilometer zu einer Ackerwiese in die Nähe des Auffelder Bauerncafés.
Vor viereinhalb Jahren waren schon einmal ihre Vorgänger und zwei Klassen dieser Schule dort.

http://www.wz-newsline.de/lokales/kreis-viersen/grefrath/oedter-kinder-helfen-der-natur-1.2056742


27. Oktober 2015

Zweigkanal: Kopfweidenpatenschaft der GGS Oedt

"Raus aus dem Klassenzimmer - rein in die Natur"


Das ist das Motto des NABU Grefrath als Organisator der Aktion für zwei 4. Klassen der Oedter Gemeinschaftsgrundschule.

Am kommenden Montag, den 2. November, wird am Zweigkanal kräftig an zwölf Kopfweiden gearbeitet, der erste Pflegeschnitt ist nach viereinhalb Jahren fällig. Im März 2011 sind dort die Kopfweiden von der Schule gepflanzt worden, für die sie auch die Patenschaft übernommen hat.

Angeleitet werden die Schulkinder vom Team des Wasser- und Bodenverbandes der Mittleren Niers. Dieser hat sich noch etwas ganz Besonderes ausgedacht: Aus dem Schnittgut werden vor Ort sogenannte Reisig-Faschinen hergestellt, die im naturnahen Wasserbau Verwendung finden.

 

Und so sieht heute, viereinhalb Jahre nach der Pflanzaktion, die Renaturierungsstrecke aus: Vitale Natur pur!


März 2011

Die GGS Oedt übernimmt Patenschaft

für 12 Kopfweiden am Zweigkanal

 

Oedt. Zur Vorgeschichte: Im vergangenen Jahr mussten 60 Pappeln auf rund 800 Meter Länge am sogenannten Zweigkanal zwischen Fritzbruch und der Niersaue Burgbenden altersbedingt gefällt werden. Viele Oedter und auch Besucher, die das Naherholungsgebiet schätzen, haben den Verlust der 30 Meter hohen Bäume sehr bedauert, die Älteren sind mit ihnen groß geworden.

 

Um das Landschaftsbild wieder attraktiv zu gestalten, ist vom Wasser- und Bodenverband der Mittleren Niers vor Kurzem eine neue Baumgeneration in Form von Erlen und Eschen nachgepflanzt worden. An der 2009 renaturierten Strecke des Zweigkanals fehlten noch 12 Kopfweiden, die in Abstimmung mit der Unteren Landschaftsbehörde dort jetzt gesetzt werden konnten.

 

In diesem Zusammenhang wurde die Idee der Baumpatenschaft an den NABU Grefrath herangetragen.

 

Damit nun die nächste Generation heranwachsender Oedter die Möglichkeit hat, das Wachstum der neuen Bäume am Zweigkanal intensiv mitzuerleben, hat der NABU Grefrath die Idee der Patenschaft aufgegriffen und dem Leiter der Grundschule Oedt, Heinz Wiegers, vorgetragen. Der war sofort begeistert von dem Vorhaben.

 

20 Schulkinder waren am 10. März mit viel Freude dabei und haben unter sachkundiger Anleitung der Mitarbeiter vom Verband die 12 Kopfweiden in unterschiedlicher, altersgerechter Höhe gepflanzt, damit später die Kinder aller Jahrgänge bei den künftigen Pflegemaßnahmen „ihrer“ Bäume selbst mit Hand anlegen können. Als Andenken an die Pflanzaktion bekamen alle einen Weidenast, den sie zu Hause einsetzen können.

 

Eine 13. Kopfweide wurde außerdem zur Erinnerung an die Pflanzaktion auf dem Schulgelände eingesetzt.

 

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