Hainbuchenhecke

November 2015

 

Erschienen in der DORENBURG-POST 

NACHRICHTENBLATT DES MUSEUMSVEREINS DORENBURG e.V. Nr. 37 (2015/2016)

 

NABU Grefrath: Pflanzaktion im Museumsdorf

Neue Hainbuchenhecke ersetzt Kirschlorbeer

 

Heimische Gehölze sind Teil der historischen Kulturlandschaft des Niederrheins und ein wichtiger Baustein des Natur- und Landschaftsschutzes. Die Grefrather Gruppe des Naturschutzbundes Deutschland e.V (NABU) ersetzte im November in Zusammenarbeit mit dem Museumsverein und mit zusätzlicher finanzieller Unterstützung der  Krefelder Stiftung „Natur- und Kulturlandschaften“ die Kirschlorbeerhecke an der Hofanlage Hagen durch traditionelle Hainbuchen.

Museums-Mitarbeiter und der NABU-Pflegetrupp hatten schon kräftig vorgearbeitet und die insgesamt elf Meter lange Kirschlorbeerhecke samt Wurzeln mit teils schwerem Gerät entfernt. Mit Spaten und Gummistiefeln ausgerüstet machten sich dann Mitte November Mitglieder des NABU Grefrath und des Museumsvereins gemeinsam an die Arbeit. Insgesamt 55 rund 1,75 Meter große Hainbuchenpflanzen wurden fachmännisch in den vorbereiteten Pflanzgraben gesetzt.

Traditionelle Natur- und Kulturlandschaft erhalten


Mit dem Gemeinschaftsprojekt wollen NABU und Museumsverein dazu beitragen, die historische Natur- und Kulturlandschaft zu erhalten und zu pflegen. Die traditionelle niederrheinische Landschaft soll so auch für zukünftige Besuchergenerationen bewahrt werden. „Heimische Gehölze sind zudem eine wichtige Grundlage für den Artenschutz“, erklärt Rolf Brandt, Leiter der NABU Ortsgruppe Grefrath. Sie bieten vielen Arten wie Raupen, Schmetterlingen, Bienen, Käfern, Vögeln und Fledermäusen Nahrung und Lebensraum. Nicht heimische Pflanzen erfüllen diese ökologisch wichtige Aufgabe häufig nur unzureichend. „Ein Beispiel hierfür ist die Forsythie, deren Blüten nektarlos und damit für Insekten unbrauchbar sind. Ein anderes der jetzt entfernte Kirschlorbeer“, so Brandt.

 

Alle Bilder der Aktion in der Galerie am Seitenende

 

 

Ökologisch wertvoll: Die Hainbuche


Einige Tage Arbeit, an denen so mancher Schweißtropfen floss, steckten alle Helfer zusammen in das Projekt Hainbuchenhecke. Am Resultat können sich die Museumsbesucher ab sofort freuen. Die Hecke, die zwei Fachwerkhäuser verbindet, unterstreicht die Authentizität der Hofanlage Hagen. Im Jahresverlauf zeigt die Hainbuche eine abwechslungsreiche Färbung. Im Frühjahr trägt sie sehr früh  Laub und behält es meist über das Jahresende hinaus. Dies, sowie ihre Schnittverträglichkeit, macht sie zu einer idealen Heckenpflanze, die für ausreichend Sicht- und Windschutz sorgt. Sie ist zudem ein beliebter Brutplatz für Vögel und bietet vielen Insekten und Kleinlebewesen Lebensraum und Nahrung.

Naturnahes Museumsgelände gestalten


Auf dem naturnahen Gelände des Freilichtmuseums mit seinen Obstwiesen, Gärten und Weiden finden sich auch an anderer Stelle traditionelle und typisch niederrheinische Arten, wie beispielsweise Kopfweiden und Färberpflanzen.  Ganz neu ist die heimische Kornelkirsche neben dem Imkerhaus. Die gelben Blüten des Frühblühers stehen in kleinen Dolden an den dann noch kahlen Ästen und sind ein starker Bienenmagnet. Im Herbst schmücken hübsche, rote Früchte den Strauch, die von vielen Vogelarten als Nahrungsquelle genutzt werden. Gemeinsam mit dem NABU-Grefrath wurden in den vergangenen Jahren mit der Anlage einer Schlehen-Weißdornhecke und der Neugestaltung des  Kräutergartens weitere Projekte zur naturnahen Gestaltung des Museumsgeländes umgesetzt.

 

 

Bildergalerie der Aktion

Text: Maren Rose Hessler
Bilder: Franz Miertz

POSTKARTEN

Erhältlich hier und in der Grefrather Buchhandlung

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