Friedenskirche Grefrath

12. Juni 2016

Plakettenverleihung "Lebensraum Kirche"

Gemeindefest: Es gab einiges zu feiern!

v.r. Pfarrerin Barbara Münzenberg, Rolf Brandt und Karin Ites vom NABU Grefrath
v.r. Pfarrerin Barbara Münzenberg, Rolf Brandt und Karin Ites vom NABU Grefrath

 

Das diesjährige Gemeindefest der rund 2700 Mitglieder der zählenden evangelischen Kirchengemeinde Grefrath war ein etwas anderes Fest, als die sonstigen Feste. Das hatte gleich drei Gründe. Der 45. Geburtstag des evangelischen Kindergartens (zweitältester Kindergarten in Alt-Grefrath) konnte gefeiert werden. Ferner wurde die Kirchengemeinde 55 Jahre, obwohl es auch schon evangelische Christen weit vor dem 20. Jahrhundert in Grefrath gab, jedoch nicht die Zahl, die man nach dem Ende des zweiten Weltkrieg erreichte. Der dritte Grund war der „natürlichste Grund“ an diesem heißen ersten Sonntag im Juni 2016. Der Grund: Die Zusammenarbeit mit der Ortsgruppe Grefrath des NABU hat sich bewährt.

Der NABU Grefrath, ist mit Rolf Brandt an der Spitze zu einem vielbeachteten und geschätzten Partner in der Niersgemeinde Grefrath geworden. So war am 5. Juni auch Bürgermeister Manfred Lommetz in die evangelische Friedenskirche im Grefrather Nordwesten gekommen um mit zu erleben, wie Rolf Brandt Pfarrerin Barbara Münzenberg eine Urkunde überreichte und ein Hinweisschild, welches auf den „Lebensraum Kirche“ verweist. Denn. Seit einigen Monaten gibt es am „weißen Kirchturm“ der 1957/58 erbauten Friedenskirche jetzt einen Nistkasten für die Turmfalken, die es jetzt wieder in der Sport-und Freizeitgemeinde Grefrath gibt. Auch Bürgermeister Manfred Lommetz lobte die Zusammenarbeit zwischen dem NABU Grefrath und der lebendigen Kirchengemeinde. Nach der Andacht, in der Urkunde und Plakette überreicht wurden, wurde das Gemeindefest zu einem „lebenden Miteinander über Altersgrenzen hinweg.“

 

Text: Manfred Baum anno 2016

Bilder: Karl-Heinz Hengsten

 

28. April 2016

NABU Grefrath und Evangelische Kirchengemeinde

Schöpfung bewahren und Vielfalt erhalten

 

Die Umbaumaßnahmen an der Friedenskirche in Grefrath hatten 2012 im Außenbereich für viel Pflaster und Mauerwerk aber wenig Natur gesorgt. Auch die große Trauerbirke vor dem Glockenturm musste weichen. Rolf Brandt vom NABU-Grefrath stieß daher mit seinem Vorschlag, das Rasenstück neben der Kirche mit einer naturnahen Hecke zu umgeben, auf offene Ohren.

 

Pfarrerin Barbara Münzenberg ist der Gemeinde Grefrath seit ihrer Kindheit verbunden. Schon ihr Vater war Pfarrer in Grefrath, sie selbst hat es 2013 in die Niersgemeinde zurückgezogen. Hier lebt die tierliebe Pfarrerin seitdem mit ihrer Familie, zwei Pferden und einem Hund. Sie genießt die Nähe zur Natur: „Freude an ausgedehnte Wanderungen, der Spaß am eigenen Garten, ein offenes Auge für die Umwelt – das sind Dinge, die mir schon meine Eltern mit auf den Weg gegeben haben.“ Auch in ihrer Arbeit als Pfarrerin liegt der Natur- und Umweltschutz Barbara Münzenberg sehr am Herzen: „Es ist wichtig, das Bewusstsein und die Begeisterung für die Natur zu wecken, denn nur was man kennt kann man schützen. Die Kooperation mit dem NABU ist uns bei der Umsetzung von Projekten in diesem Bereich eine große Hilfe.“

 

Natur und Umwelt rund um den Kirchturm

 

Erste Kontakte mit dem NABU-Grefrath gab es 2015. Auf einer Sitzung der Presbyter stellte Rolf Brandt von der NABU-Ortsgruppe Anfang 2016 dann das NABU-Projekt „Lebensraum Kirchturm“ vor. Ziel der Aktion ist es, Nistmöglichkeiten in Kirchtürmen zu erhalten und renovierte Türme als Lebensraum wieder zu öffnen. Doch auch rund um den Kirchturm herum gibt es für Kirchengemeinden als Gebäude- und Flächeneigentümer, Kindergartenträger, im Rahmen von Pfarrfesten oder in Jugendgruppen viele Möglichkeiten, die Schöpfung zu bewahren und Vielfalt für künftige Generationen zu erhalten. „Umfangreiche Informationen und Handlungsmöglichkeiten zum Thema Artenschutz bietet beispielsweise die Arbeitsmappe „Handeln für die Schöpfung – Natur- und Umwelt rund um den Kirchturm“ der Natur- und Umweltschutzakademie NRW“, so Rolf Brandt.

 

30 Meter Hecke für den Erhalt der Artenvielfalt

 

Nachdem im Februar 2016 in einer gemeinsamen Aktion mit der Grefrather Feuerwehr bereits ein Falkenkasten am Turm der Friedenskirche installiert worden war, waren sich die Beteiligten schnell einig, dass der „baubedingten Reduzierung der natürlichen Umwelt“ auch an anderer Stelle entgegengewirkt werden sollte. Die Rasenfläche neben der Kirche, die sich im Laufe der Zeit immer mehr zur „Hundewiese“ entwickelt hatte, sollte mit einer Hainbuchenhecke umpflanzt werden. Zügig wurde an der Umsetzung des Projektes gearbeitet: Der NABU übernahm die Hälfte der Kosten für das Pflanzgut und besorgte die jungen Hainbuchenpflanzen für gut 30 Meter Hecke. Das Presbyterium lud zur Mitmachaktion ein und rund ein Dutzend Helfer folgten diesem Aufruf.

 

Die Arbeit unter Leitung der ehrenamtlichen Gartengruppe der Evangelischen Kirchgemeinde gestaltete sich schwieriger als gedacht. Schotter und Steine statt Mutterboden wirkten, ungeachtet der eher kühlen Temperaturen, überaus schweißtreibend. Der hervorragenden Stimmung bei der gemeinschaftlichen Aktion tat dies jedoch keinen Abbruch. Hierfür sorgte nicht zuletzt die „Versorgungsstation“ von Küsterin Svetlana Kasper. Bei Kaffee, Kuchen und netten Gesprächen konnte zwischendurch immer Kraft getankt werden. Auch die Bewässerungsfrage wurde dank eines spontanen Einsatzes aus der Nachbarschaft unkompliziert gelöst.

 

Für die Zukunft könnte sich Pfarrerin Münzenberg, die bekennender Storchenfan ist, die Umsetzung weiterer Projekte aus dem Bereich Naturschutz für die Evangelische Kirchgemeinde in Grefrath vorstellen. „Schön fände ich beispielsweise die Installation von Fledermauskästen in dem alten Baumbestand hinter der Friedenskirche.“ Auch die Anlage einer kleinen Blühwiese oder eine Ersatzpflanzung für die verschwundene Trauerbirke wären denkbar.

 

Text: Maren Rose-Hessler

Bilder: Franz Miertz

 

02. März 2016

Ev. Friedenskirche: Sondereinsatz der Feuerwehr

Turmfalkenkasten in luftiger Höhe montiert

 

Wenn die Feuerwehr anrückt, sorgt sie immer für große Aufmerksamkeit. Diesmal kam sie zu einem Sondereinsatz zur Ev. Friedenskirche in Grefrath. Unter großem Beifall der kleinen und großen Zuschauer wurde ein Turmfalkenkasten in großer Höhe an den Kirchturm montiert.

 

Ein großes Dankeschön vom NABU Grefrath und von Pfarrerin Barbara Münzenberg von der Ev. Kirchengemeinde geht an die Unterstützer für das Turmfalken-Ansiedlungsprojekt, an Hans-Josef Ix, Erik Ix und ihrem Kollegen von der Freiwilligen Feuerwehr Grefrath für das Anbringen und an Schreinermeisterin Sabine Kreutz für den Bau des Nistkastens.

 

Die Anpflanzung einer Hainbuchenhecke gemeinsam mit der Gartengruppe der Kirchengemeinde ist ein weiterer Schritt der Zusammenarbeit mit dem NABU Grefrath.

 

Text: Rolf Brandt

Bilder: Franz Miertz, Rolf Brandt, Karl-Heinz Hengsten

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Erhältlich hier und in der Grefrather Buchhandlung

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